Offline-Betrieb möglich?


#1

Ich möchte nicht, dass meine Daten auf Servern ausser Haus liegen. Sobald so ein Server gehackt ist, weiss der Hacker, wenn ich im Urlaub bin, und wird diese Information weiterverkaufen.

Stattdessen möchte ich den Zähler über das REST-API in meine Smarthome-Umgebung einbinden.

Ist so ein Szenario mit Ihrem Zähler möglich/sinnvoll? Gibt es schon Möglichkeiten (muss Opensource sein!), dann selber aus der Verbrauchskurve Geräte zu erkennen? So schwierig schiene mir das nicht:

  1. für jedes wichtige Gerät dessen Kurve ermitteln, indem ich alles andere im Haus stillege und nur dieses Gerät in der üblichen Weise betreibe
  2. diese Daten als Profil speichern
  3. ausprobieren, welche Profil-Summe zum gemessenen Verbrauch passt.

#2

Offline geht nicht, das widerspricht dem SmartMetering.
Server gehackt und dann Einbruch??
Das finde ich sehr weit hergeholt.
Bei Facebook etc. gibt es weit mehr Datenlecks als die Server vom Smartmeter…


#3

Gut, Smart meters bieten eine Kommunikation zum Stromanbieter. Das lässt sich natürlich nicht vermeiden. Es geht mir nur um den Server bei Discovergy, das habe ich wohl zu unklar formuliert. Was passiert übrigens, wenn Discovergy pleite ist? Wäre nicht das erste Mal, dass Geräte dann zumindest einen Teil ihrer Funktionalität verlieren.

Aber warum sollte mein persönlicher Datenhunger nur online stillbar sein? Smarthome geht auch 100% offline, bei mir zu besichtigen.

Das mit dem Einbruch scheint mir ein sehr naheliegender Gedanke zu sein. Je mehr Kunden Discovergy hat, desto mehr lohnt sich das. Ich bin seit 40 Jahren Informatik-Ingenieur und kann Risiken durchaus abschätzen.

Aber wenn das mit Discovergy so nicht geht, muss ich weitersuchen. Vielleicht einfach ein Qubino mit Z-Wave hinter der offiziellen modernen Messeinrichtung. Hätte zusätzliche Hardware gerne vermieden,ist aber wohl doch einfacher, die Sachen zu entflechten.


#4

Nach längerer Bedenkzeit muss ich doch auf den Hinweis zu Facebook etc. antworten.

  1. finde ich die Idee etwas billig, mit dem Finger auf andere zu zeigen
  2. bin ich - bis zum Beweis des Gegenteils - davon überzeugt, dass Facebook etc. nicht weniger Aufwand treiben, ihre Daten zu schützen, als Discovergy
  3. zeigt sich immer wieder, dass auch Firmen mit hohen Schutz-Standards gehackt werden, z.B. in den letzten Monaten ganz massiv über MS-Exchange-Server. Das sind keine gezielten Angriffe gegen Discovergy, aber natürlich sieht sich Herr Hacker an, was er findet, und überlegt sich, wie er das zu Geld machen kann. Dumm ist Herr Hacker ganz sicher nicht! (Falls ein Forum-Leser Hacker heissen sollte - er ist nicht gemeint!)

#5

Was heißt hier mit dem Finger auf andere zeigen?

Das war als Beispiel gemeint, unter anderem für die Daten-Sammelwut von Facebook und Co und den Folgen bei einem Hack, wie er erst kürzlich durch die Medien geistert.

Mit dem Handy kannst überwacht werden, dann stellen sich manche Alexa ins Wohnzimmer, haben aber Bedenken bei Smartmetern.

Da hörts Verständnis bei mir irgendwo auf!

Dass die Daten auf Servern von Discovergy landen ist ja der Sinn der Sache, unter anderem gibt es eben da dann den Zugriff auf die Daten, die Geräte Erkennung usw.

Wenn die zertifizierten Pflicht-Gateways kommen, was machst dann?

Bist wieder aufgeschmissen weil die auch Online sein müssen.