Steckerfertige Mini-Solar-Anlage bis 600 W- Zweirichtungszähler


#1

Hallo,

Ich möchte meinen derzeitigen Ferraris-Stromzähler (HT u. NT) gegen einen intelligenten Smarth Meter von Discovergy austauschen und zeitnah eine steckerfertige Mini-PV-Anlage bis max. 600 Watt ins Haushaltsnetz zum Eigenverbrauch anschließen.
Dazu benötige ich einen Zähler mit Rücklaufsperre. Im Discovergy-Shop wird jedoch
nur der Zweirichtungszähler ohne Rücklaufsperre angeboten. Und an anderer Stelle im
Forum ist zu lesen, dass der Zähler im Nachhinein umgestellt werden muss, was eine
Gebühr von 29,- Euro kostet.
Kann man den Zähler nicht direkt mit voreingestellter Rücklaufsperre installiert bekommen, so dass diese Gebühr entfällt?
Ich benötige ja den SLP Smart-Meter lediglich als reinen Bezugszähler.

Freundliche Grüße


#2

Hallo stromZ,

ich habe Ihre Anfrage mit unserer Technik ausführlich diskutiert. Im Gegensatz zu dem, was hier im Forum falsch weitergegeben wurde, verfügen unsere Zähler über keine Rücklaufsperre, auch nicht die Zweirichtungszähler, die als SLP-Zähler eingesetzt sind. Darüber hinaus würde Sie ein Zähler mit Rücklaufsperre auch nicht von der Pflicht entbinden, das PV-Balkonmodul beim Netzbetreiber anzumelden. Hier besteht eine Meldepflicht, ob mit oder ohne Rücklaufsperre. Das Gesetz ist hier in dieser Hinsicht leider sehr restriktiv, und als Unternehmen können wir dies daher auch nur genauso kommunizieren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Pablo Santiago


#3

Also ich glaube hier kommt gerade etwas durcheinander. Der Zähler läuft definitiv nicht rückwärts, er hat also eine Rücklaufsperre. Physikalisch fliesst der Strom natürlich ins Netz, aber abgerechnet wird das nicht. Deswegen gibt es ja genau Zweirichtungszähler, die das messen.


#4

Hallo,

nikwest hat Recht, der Zähler läuft definitiv nicht rückwärts. Ich hatte, bevor ich mich für Discovergy entschieden habe, mit ihrer Technik telefoniert und mir wurde die Rücklaufsperre damals bestätigt.


#5

Der Zweirichtungszähler läuft nicht rückwärts, zieht also die Einspeisung nicht vom Verbrauch ab.
Er erfasst die Einspeisung getrennt. Prinzipiell ist damit die Tatsache und Höhe der Einspeisung dem Netzbetreiber dann bekannt - wenn er das entsprechende Datenfeld bei Discovergy abfragt.

Da viele Netzbetreiber dazu übergegangen sind, die Ablesung vom Kunden selbst durchführen und online eingeben zu lassen (statt Personal durch die Straßen laufen zu lassen) kommt das dann eben erst “irgendwann” raus - beim Zählertausch nach 8 Jahren oder wenn du zufällig zu den 5 % der Haushalte gehörst, die stichprobenmäßig doch vom Netzbetreiber abgelesen werden.

Du hast mit dem Vorhandensein des Discovergy-Zweirichtungszählers allerdings die Grundvoraussetzung für die Anmeldung deines Moduls erfüllt… wenn du jetzt noch bei der Anmeldung eine Bagatellabrechnungsgrenze vereinbarst (bis soundsoviel Einspeisung im Jahr fällt das unter den Tisch und du wirst nicht als Einspeisekunde behandelt) ist doch alles im grünen Bereich…


#6

Hallo @nikwest, @cawi2001 und @rallyecom,

vielen Dank für Eure Beiträge. Damit endgültig Klarheit zu diesem Thema geschaffen wird, schlage ich vor, dass wir hier bei DIscovergy einen Blogartikel zu dem Thema PV-Balkonmodulen verfassen werden. Wir würden diesen dann vorher mir Euch abstimmen und freuen uns darauf, dass der Artikel dank Eurem Feedback noch runder wird.

Vielen Dank und eine gute Woche,
Pablo Santiago