Geräteerkennung deaktivieren - Daten nur lokal verarbeiten - Datenschutz sichtbar machen


#1

hallo!

Ich habe kein besonderes Interesse an einem Smart Meter und bin bis zu einem gewissen Grad misstrauisch bezüglich der Daten die ich mit dem Netz teile. Ganz nach dem Motto: persönliche Daten sind dann am sichersten wenn sie nirgends existieren.

Aber ich warte schon seit Jahren auf stündliche Abrechnung (aWATTar) und das war der einzige Grund, warum ich die Smart Meter technik schon immer interessant fand. aWATTar benötigt ja lediglich die stündlichen Verbrauchsdaten, alles andere ist daher für mich nebensächlich bis störend.

Nun stellen sich mir folgende Fragen:

  • Kann ich den Smart Meter auch ohne Netz betreiben?
  • kann ich die Daten auch lokal abrufen?
  • kann ich die Geräteerkennung deaktivieren?
  • Welche Daten werden denn sonst noch gesendet - und ist dies protokolliert bzw kontrollierbar?
  • kann ich den Datenstrom ins www auf andere Art begrenzen?

dank und gruß
hirntot


#2

Hi!

  1. Ein Smartmeter ohne Netz, vor allem bei aWattar ist witzlos, wie soll die Stundengenaue Abrechnung ohne Netz funktionieren?
  2. Daten kann man nicht lokal abrufen
  3. Gerätekennung ist meines Wissens eh deaktiviert, die muss gesondert beantragt werden.
  4. Es werden die Verbauchsdaten aus dem Smartmeter übertragen.
  5. Es gibt nur den benötigten Datenstrom, da kann man nix mehr begrenzen.
  6. Übrigens, ein Handy oder Smartfernseher oder Alexa überträgt wesentlich mehr an Daten als ein Smartmeter…

#3

Hallo Hirntot,

du hast die Möglichkeit mit PIhole zu schauen ob der Zähler irgendwo anders hin telefoniert. Ist aber mit etwas Einarbeitung und Aufwand verbunden. Meiner spricht nur mit Discovergy.

Wenn du ganz hardcore drauf bist kannst du den Datenstrom auch mit Wireshark tracken.
Das dann zu interpretieren ist nochmal was anderes.

Der Zähler hält die Daten auch eine Weile vor wenn er vom Internet getrennt ist und übermittelt Sie dann wenn er wieder verbunden ist. Das ist aber bestimmt nicht im Sinne des Erfinders. :wink:

Da würde ich dir eher PIhole ans Herz legen.
Das hat auch noch jede Menge andere positive Effekte.

Gruß Drago


#4

hmmm. und welche Daten werden übertragen? gibt’s da auch eine Liste von offizieller Seite? und/oder eine dokumentation?

ps, @Pedro, ja ich habe auch keinen Smartfernseher oder Alexa, auf meinem Computer läuft Linux und auf meinem handy läuft /e/


#5

Was wird ein Stromzähler wohl übertragen?
Zählernummer, Datum, Uhrzeit, Strom, Spannung, Leistung…


#6

Mit deiner Paranoia würde ich mir einen solchen Zähler nicht ins Haus holen, da können Bewegungsprofile, Nutzungsprofile, Verschwendungsprofile… festgestellt werden (Herr X geht sehr (früh) spät schlafen, macht viele Wäsche, trinkt viel Kaffee). Nur falls du wegen deines Verbrauchs einen Smartmeter vom grundzuständigen Versorger aufgebrummt bekommst hast du noch schlechtere Karten…


#7

hm. mir scheint, als wäre dieses Forum der falsche Weg, seriöse Antworten auf meine ernst gemeinten Fragen zu bekommen. Ich werde es mal über den Support versuchen…

@kleinjn bitte “Bewussten Umgang mit persönlichen Daten” nicht mit “Paranoia” verwechseln.


#8

Die API von Discovergy liefert dir alle Daten des Zählers die übertragen werden, dort kannst du dir ein Bild machen was übertragen wird. Man kann 'bewussten Umgang mit persönlichen Daten" sehr weit spannen, ob es Sinn macht ist jedem selbst überlassen